[rad] „Klingelvorfahrt“ auf dem Gehweg

 

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„Klingelvorfahrt“ auf dem Gehweg
Jeder macht es anders: Während dieser Radler sein Velo vorschriftsmäßig auf dem Gehweg schiebt, kommt hinter ihm jemand hurtig angebraust. Foto:

Jeder macht es anders: Während dieser Radler sein Velo vorschriftsmäßig auf dem Gehweg schiebt, kommt hinter ihm jemand hurtig angebraust. Foto:
(Wolfram Opperbeck)


Sendenhorst – Bürgersteige sind für Bürger da, klar. Aber nur wenn die zu Fuß sind. Es sei denn, sie sind Kinder bis zu einem entsprechenden Alter. Diese müssen sogar mit ihrem Fahrrädchen auf dem Bürgersteig fahren.

Aber man glaubt ja kaum, wie viele Radfahrer gerade in Sendenhorst ihr Alter auf dem Rad komplett zu vergessen scheinen. Und sich nicht selten per Klingel freie Fahrt verschaffen, was manchen Fußgänger schon mal in Angst und Schrecken versetzt.


Denn es werden immer mehr in der Stadt, die einem auf dem Bürgersteig entgegenkommen, von hinten plötzlich auf die Pelle rücken oder sogar noch klingeln, damit man ihnen Platz macht. Auch auf solch engen Pfaden wie zwischen Fleischerei Koch und „Ihr Platz“ genießen die Radler das „Tunnelgefühl“, andere flitzen fröhlich winkend an der Eisdiele vorbei, wenn da ein Bekannter auf dem Bürgersteig sitzt. Auch stadtauswärts, zum Beispiel vor den Hecken des Friedhofs, fährt man gerne flott Fahrrad auf keineswegs dafür vorgesehen Spuren.

Doch leider ist eine solche Fahrweise gar nicht so witzig, auch wenn man froh ist, sich mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig nicht dem Straßenverkehr aussetzen zu müssen. Aber macht man sich denn keine Gedanken, was den Fußgängern durch die Fahrräder so alles passieren kann?

Schon mehrfach haben nicht nur Kinder, sondern auch ältere Menschen gerade noch mal Glück gehabt, dass sie nicht mit einem flotten Radler auf dem scheinbar sicheren Gehweg zusammenstießen. Und die ältere Dame, die mit ihrem Rollator nur knapp einem Zusammenstoß entging, hat beim Erzählen von ihrem Schockerlebnis immer noch eine zittrige Stimme und fragt, ob denn dagegen eigentlich niemand etwas macht. Ja, das ist ein Problem, denn vielleicht müsste man doch mal wieder darüber nachdenken, ob nicht mehr Polizei auch für kleinere Städte erforderlich ist. Denn reger Radverkehr macht hier selbst direkt vor dem Büro des Polizeiposten nicht halt.

Wichtig aber wäre zunächst einmal, dass diejenigen mit ihrem Fahrrad schnellstens den Bürgersteig verlassen, die dort nichts zu suchen haben. Und auch den Kindern, die dort fahren dürfen, sollte ab und an bewusst gemacht werden, dass sie keine „Klingelvorfahrt“ auf den Fußwegen in Anspruch nehmen dürfen.

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